Wissenschaftspreis für Physische Geographie, Bayreuth 2007

Verwendung des Preisgeldes:

„Das Preisgeld für den Wissenschaftspreis ‚Mutter Erde‘ für Physische Geographie wird zur Ausdehnung der Tsunami-Forschung, die ich seit mehreren Jahren im Bereich der Insel Leukas betreibe, auf die benachbarten Ionischen Inseln Kephallonia und Zakynthos sowie auf die Insel Corfu Verwendung finden. Untersucht werden soll die Frage, ob, und wenn ja, in welchem Maße auch angrenzende Regionen mehrfach im Verlauf der vergangenen Jahrtausende von Tsunami-Wellen betroffen waren. Neben ersten Geländebegehungen und geomorphologischen Kartierungen wird mit dem Preisgeld die Durchführung von Testbohrungen in Küstensedimenten finanziert, die Tsunami-Spuren in sich tragen können. Geeignete Tsunami-Zeiger können dann mit Hilfe der Radiokohlenstoff- bzw. (optisch stimulierten) Lumineszenz- methode datiert werden. Auf der Grundlage dieser Studien, die im Laufe des nächsten Jahres in Zusammenarbeit mit griechischen Kollegen realisiert werden sollen, sind Aussagen über großräumige Beeinträchtigungen Westgriechenlands durch Extremereignisse und Aussagen über Wiederkehrwahrscheinlichkeiten möglich.“

Priv.-Doz. Andreas Vött

Prof. Dr. Andreas Vött

Department of Geography
Institut für Geographie
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Johann-Joachim-Becher-Weg 21
D – 55099 Mainz

Email: voett@uni-mainz.de

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