Stopp in Gibraltar und weiter nach Madeira Besuch bei Freunden nahe Estepona
September 1987 Gibraltar
Meine Lieben,
mit dem Poniente, einem Westwind, der zu 55 % das Wettergeschehen vom Atlantik in das Mittelmeer regelt, und einem immer nach Ost setzenden Strom hatten wir sehr gute Bedingungen, Gibraltar schnell zu erreichen. Man sagt, man kommt leichter ins Mittelmeer als wieder heraus!
Gewaltige Berge zu beiden Seiten, karg und schroff, beherrschen die Landschaft. Die Breite der Straße beträgt an ihrem Westende zwischen Trafalgar und Cabo Espartel 24 sm und ist an ihrem Ostende, zwischen Europa Point und Afrika, 13 sm breit. Das Ör ist 7 ½ sm schmal. Nun wussten wir auch, warum Nelsons Sieg vor 270 Jahren für die damalige Seemacht England so wichtig war und der große Held von Trafalgar heute noch Leitfigur von Margaret Thatcher zu sein scheint. Ich denke an den Falkland-Krieg und den Ausspruch der Lady: “we had to go“.
Der auffälligste Berg jedoch ist Gibraltar. Der steil aufragende Felsen ist Merkmal dieser Halbinsel. Der fast weiße Felsen steigt an der Nordseite steil an und fällt an der Ostseite ab, während sich die Westseite in zerrissenen Abhängen, auf denen man einige Gärten erblickt, allmählich neigt. Der Südhang senkt sich terrassenförmig und endet im Europa Point. Auf den Steilabhängen der Ostseite sind Regenwassersammler angelegt, da Quellwasser auf der Halbinsel spärlich sind.
Abb. 11a: Gibraltar
Einer Legende nach werden die Briten Gibraltar aufgeben müssen, wenn die berühmten Gibraltar-Affen nicht mehr auf den Felsen spielen. Uns erzählte man, z. Zt. seien die Affen erkrankt. Einer der 32.000 Einwohner dieser Enklave sprach sogar angstvoll von Aids. Mögen die Affen ihre Krankheit überstehen und eine Attraktion für die vielen Touristen bleiben.
Für Machtdemonstrationen mit schussbereiten Kanonen auf der Spitze ist der Berg zu imposant, und wohin sollten die Kanonen im Vereinten Europa zielen? Liegt doch in Schussrichtung Ceuta in Afrika, und da bleiben die Spanier präsent. Und alle sprechen vom Frieden!
Wir blieben 2 Tage auf der Halbinsel, genossen englische Lebensart und besuchten neben vielen interessanten Punkten den wichtigsten: “Robert-G. Ernst“ des Mittelmeeres, einen Yachtausrüster. Gewaltig in seinem Angebot und um vieles preiswerter als R.G.E. in Kiel. Endlich konnten wir unseren abgesegelten Spi-Baum erneuern, sprich kaufen. Ergänzten unseren Vorrat, besonders an billigen alkoholischen Getränken und Zigaretten. HB, Marlboro und andere Sargnägel sind immer noch gute Zahlungsmittel und als Geschenk – für Raucher – leider heiß begehrt. Um uns von den Strapazen der Besichtigungen und vom Geldausgeben zu erholen, genossen wir das Sitzen in einem Straßencafé am Hafen, und unser Auge erfreute sich an dieser malerischen Bucht. Noch malerischer sind zum Teil die Yachten und die Yachties. Manche Yachten sind herrenlos geworden, und der Zahn der Zeit hat sie zu Fragmenten gemacht. Wir lernten u. a. einen Berliner kennen, der im 7. Jahr dabei ist, sein Cat noch technisch raffinierter auszurüsten, und meint in diesem Jahr endlich so weit zu sein, seinen Traum von der Karibik zu erfüllen. Er blieb zuversichtlich und sprach von Ende September. Ob er dann noch die Energie hat, wird uns der November in Gran Canaria zeigen, wo sich dann alle startklar machen für den Sprung über den großen “Teich“ und wir viele “Bekannte“ von Bayona wieder treffen. Der G-Hafen zeigte uns noch etwas sehr Interessantes. Viele, viele Moodies beherrschen in diesem Hafen die Szene. Hier ist dieser Schiffstyp kein Außenseiter, sondern ebenso bekannt und begehrt wie bei den deutschen Yachties die gängigen Typen aus Frankreich oder Skandinavien. Hinzu kommt, dass der Engländer seine Lebensart “my home is my castle“ auch auf einem Schiff braucht, und dieser “Dampfer“ mit seinen Daten kommt dem englischen Stil von “Freiheit“, auch im privaten Lebensraum, entgegen.
Estepona, Ruth und Gerd. Liebevoll wurden wir aufgenommen und in ihrem Domizil, hoch in den Bergen, verwöhnt. Der Garten lud zum Ausruhen ein, und Peter und ich genossen die üppig blühenden Blumen. Ein Mandelbaum, der bis zur Spitze voller Nüsse war, und dazu Ruths Geschenk, ein Strauß Plastikweihnachtssterne, ließen mich an Weihnachten denken. Aber, eine Überlegung anzustellen, welche Bucht oder Hafen uns in der Weihnachtsnacht in den Schlaf wiegen wird, schien mir dann doch zu früh. Noch waren wir in Marbella, und Gerd war eifriger Taxi-Fahrer. Viele Wege hat er uns so erleichtert, und nur mit Gerds Kenntnissen konnte schnell ein Zahntechniker gefunden werden, der Peters Zähne reparierte. Viele schöne Plätze wurden uns so erschlossen, und aus den Führungen der beiden spürten wir die Liebe, die sie für dieses andalusische Land empfinden.
Obwohl es unseren Seebeinen guttat, festen Boden unter den Füßen zu haben, im Liegestuhl zu liegen und durch eine spanische Küche verwöhnt zu werden, setzten wir den Abreisetag für den 27. August fest. Es lockten die 633 sm nach Madeira.
Wir verließen das Mittelmeer mit einem kräftigen Levante, das ist das Gegenstück vom Poniente, und als wir Afrika mit seinem letzten Cap Espartel achteraus hatten, waren es 3 spanische Fischer von ihrem wild tobenden Fischkutter, die uns, begeistert mit ihren Mützen schwenkend, Lebewohl sagten. Beide vorherrschenden Windrichtungen hatten wir erlebt – und immer für uns günstig –, und, dankbar über so viel Glück, prosteten wir Rasmus zu. Als wir den freien Atlantik erreicht hatten, wehte ein kräftiger Wind aus NNW, und wir liefen mit der 2. Genoa und mit dem Groß lt. Logge 7 kn.
Der nächste Tag ließ Rasmus grimmen. Er schickte uns 7 Beaufort auf gewaltige lange tintenblaue Wellenberge draufgesetzt. Hoch trug uns diese enorme Dünung. Oben auf dem Wellenkamm hatten wir genügend Zeit, den Horizont abzusuchen, bevor die Achterbahn unser Schiff nach unten brachte. Dieses Schauspiel ist gigantisch. Ich lerne diese Naturgewalten anzunehmen, fange an, sie zu lieben. Der notwendige Respekt bleibt. Jedoch mit einer guten Segelführung können auch 7 Beaufort zum Erlebnis werden. 2 Reffs hatten wir eingelegt und fuhren trotzdem mit der Fock immer noch 7 kn. Unser bestes Etmal erreichten wir nach diesem Starkwindtag mit 164 sm. Die Logge hatte zu tun, und wir mit dem Verändern der Segel. Die 2. Genoa konnte wieder gefahren werden und Aries dankte es uns mit konstantem Rudergehen. 4 Tage und 10 Stunden brauchten wir für die 633 sm. Zur Belohnung schrubbten wir unsere Moody im Hafen mit viel Frischwasser.
Montag, um 19.00 Uhr, kurz vor dem Dunkelwerden, liefen wir in Funchal ein, fanden im überfüllten Hafen noch Platz und wurden dann von dem Zauber dieser einzigartigen Bucht gefangen genommen. Während ich schreibe ….. “Foxglove“ läuft ein. Ich schreie Theresa, Theresa und Roy gucken und schreien zurück. Wir haben uns getroffen…….. morgen schreibe ich weiter…
Abends großes Erzählen mit den beiden Weltenbummlern, die schon die ganze Erde segelnd erlebt haben, nun den nördlichen Sommer in Skandinavien bis Helsinki und Ălands besucht haben. Durch den Götakanal erreichten sie die Westschären und liefen hoch bis Bergen. Von dort die Shetlands und dann die Irische See. Hofften uns dort schon zu treffen. Theresas Brief erreichte uns in Estepona. Unser Treffen hier auf Madeira ist schon eine tolle Sache, und mir war, als wenn ich alte Freunde nach langer Zeit wiedergefunden hätte.
Jimmy Cornell hat vor 2 Jahren damit angefangen, von Gran Canaria eine Race auszuschreiben. Diese Segeltour nach Barbados nennen nun die anreisenden Yachties “lady-route“. Viele halten nach dem Trip durch die Nordsee und dem Weg hierher diesen Spruch für nicht mehr gültig. Mit dazu beigetragen hat natürlich diese Regatta für Fahrtenyachten, dass die Häfen voll sind zum Überlaufen. Hier auf Madeira waren es vor 3 Jahren 5 Boote um diese Zeit. Nun ist dieser Hafen so voll wie Marstall in der Ferienzeit. Nicht anders sollen sich die anderen Inseln der Kanaren zeigen, und für uns Rentner bleibt die Ankerbucht. Außerdem ist das Mittelmeer sehr teuer geworden. Viele wählen nun diesen Weg in die Karibik, um Sonne und preiswertes Leben dort zu finden.
Siggi und Henning, zwei Deutsche, die wir in Mittelmeerhäfen trafen und die, frisch importiert aus der Karibik und Venezuela, für das letztere Land plädierten. Wir berichteten Christian darüber und baten um Sachliteratur. Beide erzählten – unabhängig voneinander – von dem Tourismus aus Amerika und Europa und den enormen Teuerungsraten in diesen Gebieten der besonders schönen Inselwelt.
Free cruising ist unser Leitspruch, und dieses Gefühl von freiem Segeln schenkt uns das, was Brigitte Scholz uns wünschte, nämlich: “Auf den Wogen der Entspannung zu segeln“! Spätestens nach dem letzten Artikel habt Ihr es gemerkt. Unsere Route hat sich geändert. Wir segeln “first“ zu den Cap Verden, und zwar nach dem Besuch von R.u.G., um dann von dort Brasilien als Kurs zu nehmen und wer weiß …….. vielleicht Karneval in Rio? Gern hätten wir noch Oma bei uns gehabt, aber die Welt ist groß, und vielleicht segeln wir nach San Francisco! Was gestern noch Träume waren, sind heute infizierte Überlegungen, die, wie bei einer Krankheit, eine Zeit brauchen, um als Realität angenommen zu werden, und dann fühlt man sich frei und macht f r e e c r u i s i n g. Theresa und Roy hatten diese Pläne, und wir werden ihren Spuren folgen…
Tausend liebe Grüße und Umarmungen Eure Elke und Euer Peter
Von Madeira über Teneriffa nach Gran Canaria Besuch von Regine und Bernd – Landgang und Vorbereitung für den Segeltörn nach Brasilien
13.9.1987 Gran Canaria
Meine lieben Kinder, liebe Familie und Freunde,
der Hafen von Madeira war so “crowded“, dass wir am Sonntag, dem 13.9., morgens früh, den Hafen von Funchal verließen, um die 300 sm nach Santa Cruz/Teneriffa in Angriff zu nehmen. 1½ mal nach Gudhjem, keine Hürde; aber wir hatten die Rechnung ohne den Wind gemacht, und der ließ uns hängen. So brauchten wir 2 Tage und 8 Stunden, um diese Strecke abzusegeln. Viel Arbeit obendrein, denn laufend mussten wir irgendein Segel wegnehmen, verändern, den Wind einfangen, uns mit schlagenden Segeln abquälen. Um eine exakte Beobachtung zu machen, fehlte uns die Sonne. Es war diesig, und die schlechte Sicht blieb auch, bis wir am 15.9. um 11.00 Uhr endlich auf dem Radar die Konturen von Teneriffa im Abstand von 16 Meilen hatten und wir in die Düse von der NO-Ecke kamen. Satte 5 Beaufort standen auf einmal an, so dass es hieß, die große Genoa zu bergen und die kleine anzuschlagen und hochzuziehen. Der Wind nahm zu, je mehr wir uns der Küste näherten, so dass die Arbeit weiterging und wir reffen mussten. Als all die Mühe abgeschlossen war, setzte Flaute ein, und wir beschlossen, die letzten 4 sm nach Santa Cruz zu motoren. Um 16.00 Uhr hatten wir den Anker im Fischereihafen gesteckt und unser Achterschiff mit 2 Leinen an der Pier vertäut. Freundliche Yachties hatten viel zu erzählen und störten sich auch nicht an stinkenden Fischabfällen, die in Massen vom südlichen Wind in den Hafen hinein geschoben wurden. “No Peseten“, und das ist Grund genug für viele Aussteiger, diese Begleitumstände zu ignorieren. Ihre Schiffe sehen dementsprechend aus. Das warme Wasser und keine Möglichkeit, ab und zu schnorchelnd und tauchend den Bewuchs zu entfernen, und dann die aggressive salzhaltige Luft dazu machen keine Yacht schöner. Aber dieser Umstand stört die Segler nicht. Sie sind guter Dinge, immer bereit, einen Schwatz zu halten, und es scheint so, als hätten sie die ganze Welt gesehen. Den Trans-Ocean-Mann haben wir kennen gelernt, aber erst, als wir Anker lichteten, um weiter südwärts zu segeln. Er und die anderen Seeleute meinten, der Zeitpunkt wäre ungünstig, die Luft würde Südstarkwind anzeigen und der schützende Hafen wäre besser für uns. Wir gaben uns cool, hatten nun einen Sony an Bord – endlich das Einseitenband – und waren nun wieder in der Lage, Wetterberichte zu hören. Seit Finisterre lebten wir mit Rasmus auf Du und Du und dürfen nicht klagen. Aber Sicherheit durch guten Empfang ist schon eine tolle Sache. Täglich hören wir nun über Kurzwelle “Heinz aus Quickborn“. Er, der studierte Dipl.-Physiker und Meteorologe und Segler, gibt für ca. 30 Yachties auf allen Weltmeeren Wetterinformationen. Neben wertvollen Tipps zu Wetteränderungen gibt er auch andere lockere Mitteilungen von sich, so dass der Spaß, ihm zuzuhören, für uns TV und Radioersatz ist. Leider haben wir keine Funkstation an Bord, sonst könnte uns dieser tolle Typ bis nach Brasilien und dann weiter lotsen. Nun sind wir stumme Zuhörer und ziehen unsere Schlüsse aus diesen Gesprächen über Hochs und Tiefs, die er anderen Yachties und sie ihm zweimal täglich geben.
Den Sony kauften wir in Puerto de la Cruz, und dahin mussten wir mit dem Bus von Santa Cruz. Wir glaubten American Express im letztgenannten Ort. Die Exkursion war lohnenswert. Wir fuhren die nördliche, gut ausgebaute Straße dieser Insel und sahen die grüne Insel mit ihren Kiefernwäldern, großen Bananenplantagen und Weinanbaugebieten. Die griechischen und römischen Geschichtsschreiber sprachen einmal von den “Glücklichen Inseln“. Auf der Insel El Hierro kann man noch etwas von diesem Umstand spüren. Der Tourismus hat noch nicht von diesem Island Besitz ergriffen. Dagegen leben die Städte wie Puerto und Santa Cruz von dem Massentourismus und haben es schwer, mit Kläranlagen, Abfallbeseitigung und Stadtreinigung nachzukommen, um dem Flair einer “Glücklichen Insel“ nahe zu kommen. Glücklich sind auf jeden Fall die Einwohner. Seit Kolumbus´ Zeiten hat sich viel verändert. Der Tourist genießt dieses phantastische Klima, das Wasser und die Möglichkeit, in den Märchenwäldern der Nordküste dieser Inseln Wanderungen zu unternehmen und die Champagnerluft zu inhalieren, und die Spanier kassieren ab und nicht zu knapp. La Gomera wird von den Hippies bevorzugt, und viele sind in den Höhlen seit Jahren zu Hause. Andere junge Leute steigen für 3 Wochen aus ihrer Arbeitswelt aus und leben mit Rucksack und Schlafsack ein herrlich freies Leben in ihrem kurzen Urlaub. Wir haben diese Inseln, El Hierro, La Gomera und Teneriffa, mit unseren “Herrschaften“ erkundet, und der Höhepunkt war die Ersteigung des gewaltigen Berges Teide mit seinen 3718 m. Ich fühlte mich so recht als Bergsteiger, und als ich in der Wand stand, um, wie ich meinte, die Prozedur des Wartens vor der Seilbahn abzukürzen, fühlte ich mich stark und kräftig genug, den Kegel im Alleingang zu meistern. Nicht lange wehrte dieses Glücksgefühl, Geröll und weiches Erdmaterial ließen es einfach nicht zu, dass die Seefrau zum Alpinisten wurde.
Von der anstrengenden Autotour über Serpentinen und durch Haarnadelkurven träume ich noch heute, und mir scheint, ich bin nicht für die Rallye Dakar gebaut, eher für den bevorstehenden Trip Kap Verde/Brasilien.
Heute Nachmittag, Omas Geburtstag, haben wir auf dem Gemüsemarkt in Mogan/Gran Canaria alles aufgekauft für unseren Trail über den Ozean, und die Marktfrau dankte es uns mit einem Handschlag.
Unsere 60 sm-Segeltour von Los Christianos zur NW-Ecke von Gran Canaria verlief mit ausreichendem Wind aus OSO. Als wir Mogan kurz vor dem Dunkelwerden erreichten, waren wir froh, diese Segelstunden ohne Regine und Gerd hinter uns gebracht zu haben, denn hoch am Wind mit 2 Reffs und zum Schluss Sturmfock ist das Leben an Bord doch sehr beschwerlich, zumal die See kurz und die Brecher über unser Schiff liefen und auch uns mit Salzwasser nicht zu wenig nass hielten. Der Hafenkapitän dieser entzückenden kleinen Marina und Ortschaft sprach von 8 Beaufort. Als wir die Düse vom Cap hinter uns gebracht hatten, schlief der Wind schlagartig ein und die beiden Kieler Mitsegler werden Euch informieren, welche Tücken diese Ecken haben. Hier in Mogan trafen wir Amerikaner aus Funchal wieder, die gestern Abend bei uns zu Gast waren. Beide berichteten von Roy und T., die direkt von Las Palma auf den Weg nach Brasilien gegangen sind. Heute Morgen hörten wir 2 Amateurfunker von ihren Yachten, die das Wetter austauschten und die darüber berichteten, dass Roy und Theresa in den Kalmen hängen. Beide sind guter Dinge.
Wir sind noch dabei, Seekarten von Brasilien fotokopieren zu lassen. Zwei Holländer haben wir “aufgerissen“, die sich heute morgen von uns Karibik-Seekarten geholt haben. Nun sind die fixen Jungs nach Las Palma gefahren und machen für sich und uns große Kopien. Diese Aktion bedeutet aber auch, dass wir unsere Abreise, die wir für den 10.10. festgesetzt hatten, um einen weiteren Tag verschieben. Im Klartext: 2 Bauernnächte sind unsere und dann, gut ausgerüstet in Arguineguin, gehen wir wieder unsere einsamen Wachen, genießen den Gleichklang der Wellen, die mal heftiger und mal softer sind, und erleben strahlende Sternennächte. Unsere Gedanken kommen bis zur Kimm, am Tag etwas weiter, in der Nacht lassen wir auch den Kopf ruhen und geben uns ganz dem Gleichmaß der Dinge hin und sind …… OK!!!
Wir verholten heute morgen nach Arguineguin, 5 sm von Mogan entfernt und 5 sm vor Maspalomas. Dort gibt es einen C.u.C.-Markt, und als besonderer Service werden die Sachen mit einem Boot zu den Yachten gebracht. Gestern war noch einmal Wäschewaschen angesagt. Mit sauber bezogenen Betten wollen wir in den Südatlantik. Außerdem wurde unser Schiff von der Salzkruste befreit, und alles wurde noch einmal mit Frischwasser abgespült. Kleine Reparaturen mussten durchgeführt werden, und nun scheint alles für den langen Trip OK zu sein.
So, der Deckmann(frau) wird verlangt. In 5 Min. laufen wir den Einkaufshafen an, und dann wird die Zeit knapp.
Tausend liebe Grüße, Euch in dem nächsten Monat alles, alles Gute.
Viele Umarmungen, Eure Elke und Euer Peter